Napf-Pesto für Hunde: Was steckt in unserem Zwei-Komponenten-System?
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Kräuter und pflanzliche Öle lassen sich auf unterschiedliche Weise in die tägliche Fütterung integrieren. Bei unserem Napf-Pesto bleiben beide Bestandteile zunächst getrennt: Auf der einen Seite befindet sich eine Mischung aus sechs ausgewählten Pflanzen, auf der anderen Seite eine Kombination aus fünf pflanzlichen Ölen. Erst zu Hause werden 100 Gramm der Kräutermischung mit 100 Millilitern der Ölmischung vermengt.
In diesem Beitrag zeigen wir transparent, woraus das Napf-Pesto besteht, was analytische Bestandteile bedeuten und wie die Mischung nach unserer Fütterungsempfehlung verwendet wird.
Zwei Komponenten, ein fertiges Napf-Pesto
Das Kräuternapf Napf-Pesto besteht aus:
- einer trockenen Kräutermischung und
- einer flüssigen Ölmischung.
Beide Komponenten werden separat geliefert und erst vor der Verwendung miteinander vermischt. Dadurch entsteht die typische pestoartige Mischung, die entsprechend der Fütterungsempfehlung portioniert und unter das gewohnte Futter gegeben werden kann.
Wichtig: Die Mengenangaben 100 Gramm und 100 Milliliter verwenden unterschiedliche Maßeinheiten. Sie dürfen deshalb nicht einfach zu einem Gesamtgewicht von 200 Gramm addiert werden.
Die Kräutermischung im Überblick
Unsere Kräutermischung enthält ausschließlich die auf dem Etikett angegebenen pflanzlichen Bestandteile:
45 % gemahlene Topinamburwurzel
Topinambur trägt den botanischen Namen Helianthus tuberosus und gehört zur Familie der Korbblütler. Für unsere Mischung wird die gemahlene Wurzel beziehungsweise Knolle verwendet. Mit einem Anteil von 45 Prozent ist sie der mengenmäßig größte Bestandteil der Kräutermischung.
15 % geschnittene Melissenblätter
Die Melisse, botanisch Melissa officinalis, gehört zur Familie der Lippenblütler. Verwendet werden die geschnittenen Blätter. Ihr Anteil an der Kräutermischung beträgt 15 Prozent.
12 % fein geschnittene Brennnesselblätter
Von der Brennnessel werden die Blätter eingesetzt. Sie werden für das Napf-Pesto fein geschnitten und machen 12 Prozent der Kräutermischung aus.
10 % geschnittenes Löwenzahnkraut
Löwenzahn ist ebenfalls ein Korbblütler. In der Rezeptur wird geschnittenes Löwenzahnkraut verwendet. Der Anteil beträgt 10 Prozent.
10 % Kamillenblüten
Bei der Kamille kommen die Blüten zum Einsatz. Sie bilden ebenfalls 10 Prozent der Kräutermischung.
8 % feine Petersilie
Petersilie gehört zur Familie der Doldenblütler. Für die Kräutermischung wird sie in feiner Form eingesetzt. Mit 8 Prozent ist sie der kleinste Bestandteil der Pflanzenmischung.
Die Ölmischung im Überblick
Die zweite Komponente enthält fünf pflanzliche Öle:
- Rapsöl
- Leinöl
- Hanföl
- Mariendistelöl
- Borretschöl
Die genaue Fettsäurezusammensetzung der Ölmischung wurde im Labor untersucht. Dabei wurden Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren nachgewiesen. Die Bezeichnungen „Omega-3“, „Omega-6“ und „Omega-9“ beschreiben unterschiedliche Gruppen ungesättigter Fettsäuren. Sie sind keine einzelnen Zutaten, sondern natürliche Bestandteile der eingesetzten Öle.
Die Analyse der untersuchten Charge ergab:
- Omega-3-Fettsäuren: 126.000 mg/kg
- Omega-6-Fettsäuren: 213.000 mg/kg
- Omega-9-Fettsäuren: 453.000 mg/kg
Das entspricht rechnerisch 12,6 Prozent Omega-3-, 21,3 Prozent Omega-6- und 45,3 Prozent Omega-9-Fettsäuren in der analysierten Ölmischung. Die Werte beziehen sich auf die vom Labor untersuchte Probe der betreffenden Charge.
Zutaten und analytische Bestandteile: Was ist der Unterschied?
Die Zusammensetzung beantwortet die Frage: Welche Zutaten sind enthalten?
Die analytischen Bestandteile geben dagegen Auskunft über bestimmte, mit festgelegten Untersuchungsverfahren ermittelte Stoffgruppen. Dazu gehören beispielsweise Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche. Diese Angaben sind deshalb nicht mit einer Zutatenliste zu verwechseln.
Analytische Bestandteile der Kräutermischung
- Rohprotein: 9,9 %
- Rohfett: 1,1 %
- Rohfaser: 9,4 %
- Rohasche: 9,2 %
Analytische Bestandteile der Ölmischung
- Rohprotein: unter 0,5 %
- Rohfett: 90,8 %
- Rohfaser: unter 0,3 %
- Rohasche: unter 0,5 %
„Rohasche“ bedeutet übrigens nicht, dass dem Produkt Asche zugesetzt wurde. Der Wert bezeichnet den mineralischen Rückstand, der nach einem vorgeschriebenen Analyseverfahren übrig bleibt.
Auch der Begriff „Rohfaser“ steht für eine analytisch bestimmte Stoffgruppe. Er ist nicht gleichbedeutend mit der Gesamtmenge aller Ballaststoffe eines Produktes.
So wird das Napf-Pesto angemischt
Die Zubereitung erfolgt nach der Produktanleitung:
- 100 Milliliter der Ölmischung zur Kräutermischung geben.
- Beide Komponenten sorgfältig miteinander vermengen.
- Die fertige Mischung entsprechend der Fütterungsempfehlung portionieren.
- Die vorgesehene Menge unter das gewohnte Futter mischen.
Für eine gleichmäßige Verteilung sollte das Napf-Pesto vor dem Portionieren nochmals umgerührt werden. Die Hinweise zur Aufbewahrung und Haltbarkeit auf der Verpackung sind zu beachten.
Wie viel Napf-Pesto bekommt ein Hund?
Die Fütterungsempfehlung beträgt täglich:
2 Gramm der fertig angemischten Mischung je 10 Kilogramm Körpergewicht.
Daraus ergeben sich rechnerisch folgende Tagesmengen:
| Körpergewicht des Hundes | Empfohlene Tagesmenge |
|---|---|
| 5 kg | 1 g |
| 10 kg | 2 g |
| 15 kg | 3 g |
| 20 kg | 4 g |
| 25 kg | 5 g |
| 30 kg | 6 g |
| 40 kg | 8 g |
Die Mengen beziehen sich immer auf das fertig angemischte Napf-Pesto – nicht allein auf die trockene Kräuter- oder flüssige Ölkomponente.
Die Fütterungsempfehlung ist eine allgemeine Orientierung. Bei Welpen, trächtigen oder säugenden Hündinnen, bekannten Erkrankungen, Allergien, Unverträglichkeiten oder bei gleichzeitiger Medikamentengabe sollte die Verwendung vorher mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden.
Transparenz statt großer Versprechen
Uns ist wichtig, klar zu zeigen, was im Napf-Pesto enthalten ist. Deshalb nennen wir sowohl die einzelnen Pflanzen und Öle als auch die analytisch ermittelten Bestandteile.
Das Napf-Pesto ist kein Arzneimittel und ersetzt weder eine tierärztliche Untersuchung noch eine notwendige Behandlung. Entscheidend sind eine bedarfsgerechte Gesamtration, die individuelle Verträglichkeit und die zur Größe des Hundes passende Fütterungsmenge.