Zazus Haferschleim mit Honig bei Durchfall

Zazus Haferschleim mit Honig bei Durchfall

Mein Hund Zazu hatte früher immer wieder mit Durchfall und einer empfindlichen Verdauung zu kämpfen. Außerdem litt er an Pankreatitis. In dieser Zeit entwickelte ich für ihn ein einfaches Hausrezept, das er gern fraß und gut vertrug: weich gekochten Haferschleim mit einem kleinen Löffelchen Honig.

Haferschleim kennen viele Menschen aus der eigenen Küche. Er wird traditionell als leichte Mahlzeit verwendet, wenn Magen und Darm empfindlich reagieren. Auch für Zazu war die weiche, wasserreiche Konsistenz angenehm.

Heute möchte ich dieses einfache Rezept mit euch teilen.

Warum Haferschleim?

Haferschleim entsteht, wenn Haferflocken mit viel Wasser langsam weich gekocht werden. Die Flocken quellen dabei stark auf und verbinden sich mit dem Wasser zu einer weichen, leicht schleimigen Mahlzeit.

Diese Zubereitung hat einige praktische Eigenschaften:

  • Sie enthält viel Wasser.
  • Sie ist weich und leicht aufzunehmen.
  • Ohne Milch, Butter oder Öl ist sie fettarm.
  • Die Haferflocken liefern lösliche und unlösliche Nahrungsfasern.
  • Die Menge lässt sich einfach an den jeweiligen Hund anpassen.

Hafer enthält unter anderem lösliche Beta-Glucane. Diese Nahrungsfasern können Wasser binden und werden teilweise von den Mikroorganismen im Dickdarm verarbeitet. Wie ein Hund darauf reagiert, ist individuell – Zazu hat den Haferschleim sehr gut vertragen.

Zazus Haferschleim: die Zutaten

Für das Grundrezept braucht ihr nur:

  • feine Haferflocken
  • reichlich Wasser
  • ein kleines Löffelchen Honig

Milch, Butter, Sahne, Öl, Zucker oder Gewürze sind nicht erforderlich. Ich habe den Haferschleim für Zazu ausschließlich mit Wasser gekocht.

Die Honigmenge sollte immer zur Größe des Hundes passen. Bei einem kleinen Hund genügt deutlich weniger als bei einem großen Hund.

So wird Zazus Haferschleim zubereitet

  1. Eine kleine Menge feiner Haferflocken in einen Topf geben.
  2. Reichlich Wasser hinzufügen.
  3. Die Mischung langsam erhitzen und kurz aufkochen lassen.
  4. Anschließend bei niedriger Temperatur weiterköcheln.
  5. Regelmäßig umrühren und bei Bedarf zusätzliches Wasser hinzugeben.
  6. So lange kochen, bis die Haferflocken sehr weich sind und eine gleichmäßige, schleimige Konsistenz entstanden ist.
  7. Den fertigen Haferschleim auf eine angenehme Temperatur abkühlen lassen.
  8. Erst danach eine kleine Menge Honig unterrühren.

Der Haferschleim kann je nach gewünschter Konsistenz etwas dünner oder dicker zubereitet werden. Zazu mochte ihn weich und gut mit dem Löffel portionierbar.

Warum habe ich Honig hinzugefügt?

Ich gab Zazu ein kleines Löffelchen Honig in den Haferschleim, weil Honig in der Literatur mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht wird. Außerdem verlieh er dem Haferschleim einen leicht süßen Geschmack, den Zazu mochte.

Honig enthält natürliche Zucker sowie geringe Mengen verschiedener Pflanzenstoffe. Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Honigsorte und Herkunft.

Die Forschung untersucht mögliche entzündungshemmende Eigenschaften von Honig. Viele Erkenntnisse stammen jedoch aus Laboruntersuchungen, Tiermodellen oder der äußerlichen Anwendung von medizinischem Honig. Deshalb sollte Honig beim Hund als Zutat und nicht als Medikament verstanden werden.

Da Honig viel Zucker enthält, wird er nur sparsam verwendet. Bei Diabetes oder einer tierärztlich verordneten Diät sollte vorher nachgefragt werden, ob Honig geeignet ist.

Wie habe ich den Haferschleim gefüttert?

Ich bot Zazu den Haferschleim in kleinen Portionen und nicht heiß an. Wie viel geeignet ist, hängt von Größe, Gewicht, Appetit und Verträglichkeit des Hundes ab.

ES ist  sinnvoll, zunächst mit einer kleinen Portion zu beginnen und zu beobachten, wie der Hund sie annimmt. Frisches Trinkwasser sollte weiterhin bereitstehen.

Haferschleim ist als kurzfristige Schonkost oder kleine Ergänzung gedacht. Als dauerhafte alleinige Ernährung ist er nicht geeignet, da Haferflocken und Wasser nicht alle Nährstoffe liefern, die ein Hund benötigt.

Kann der Haferschleim vorbereitet werden?

Ja. Ich koche gern eine kleine Menge vor und teile sie in passende Portionen auf.

Der Haferschleim sollte nach dem Kochen zügig abkühlen und anschließend in einem sauberen, verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort sollte er innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.

Er kann auch portionsweise eingefroren und später im Kühlschrank aufgetaut werden. Den Honig gebe ich am liebsten erst nach dem Auftauen in den abgekühlten Haferschleim.

Darf jeder Hund Haferschleim bekommen?

Viele Hunde können weich gekochte Haferflocken gut fressen. Trotzdem ist jeder Hund anders. Bei einer bekannten Haferunverträglichkeit, Diabetes, einer laufenden Ausschlussdiät oder besonderen Ernährungsvorgaben sollte das Rezept vorher mit der Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Das gilt auch bei einer bekannten Pankreatitis. Zazus Haferschleim wurde ohne fettreiche Zusätze zubereitet, dennoch benötigt jeder Hund mit einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse einen individuell passenden Ernährungsplan.

Wann reicht ein Hausmittel nicht aus?

Bei leichtem, vorübergehendem Durchfall und einem ansonsten munteren erwachsenen Hund kann Haferschleim eine begleitende, gut verträgliche Mahlzeit sein.

Bei Blut im Kot, schwarzem Kot, wiederholtem Erbrechen, starken Bauchschmerzen, Schwäche oder anhaltendem Durchfall sollte der Hund tierärztlich untersucht werden. Das gilt besonders für Welpen, ältere Hunde und Tiere mit Vorerkrankungen.

Zazus persönliche Erfahrung

Für Zazu war Haferschleim mit einer kleinen Menge Honig ein einfaches Hausrezept, das er gern fraß. Die weiche Konsistenz, das zusätzliche Wasser und die unkomplizierte Zubereitung machten ihn für uns zu einer guten Möglichkeit, Zazus Speiseplan in empfindlichen Phasen zu ergänzen.

Seine gute Erfahrung bedeutet nicht, dass jeder Hund gleich reagiert. Aber manchmal sind es gerade die einfachen, sorgfältig zubereiteten Rezepte, die im Alltag besonders wertvoll werden.

HINWEIS

Dieser Beitrag beschreibt ausschließlich meine persönliche Erfahrung mit Zazu und stellt keinen allgemeinen medizinischen oder tierärztlichen Rat dar. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wendet euch bitte an eine Tierarztpraxis.

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